Erfahrungsbericht Capoeira

Capoeira: Wieso, weshalb, warum?

Mikado am Morgen

Hallo! Ich bin Pocahontas! Das ist mein Spitzname in der Capoeira. Eigentlich heiße ich Naima, bin 13 Jahre alt und mache jetzt schon seit fünf Jahren Capoeira über den TuS. Training haben wir hier in Finkenwerder immer freitags. Manchmal gehe ich aber auch am Mittwoch nach St. Pauli in die Lerchenstraße. Dort hat mein Lehrer ein Sportstudio eröffnet, wo fast täglich Capoeira-Kurse stattfinden. Capoeira ist sehr vielfältig. Es besteht aus Kampf, Tanz, Akrobatik und auch Musik und Gesang.
Es ist ursprünglich ein Kampf, der als Tanz getarnt war. Das hat aber was mit der Geschichte von Capoeira zu tun. Capoeira „spielt“ man immer zu zweit, und man berührt sich dabei nicht. Nun, nicht immer. Denn eigentlich gibt es im Fortgeschrittenenspiel ganz schön viele Wurftechniken. Zum Teil spielt man miteinander, aber man muss auch immer Respekt haben und aufpassen, was der andere Capoerista macht. Sonst kann es ganz schnell mal ziemlich gefährlich werden.

Bei der Capoeira gibt es keine Gürtel wie bei Judo oder Karate, sondern Cordas. Anhand der Cordas kann man dann sehen, wie lange man schon dabei ist. Sie werden jedes Jahr auf einem viertägigen internationalen Capoeira-Festival verteilt. Zu diesem Festival kommen Mestres (Meister und Lehrer) aus Brasilien, Portugal und vielen anderen europäischen Ländern. Ab und an machen wir dann auch auf der Straße Capoeira. Viele Passanten bleiben dann stehen und schauen zu. Der Höhepunkt eines solchen Festivals ist aber eigentlich die Cordaverleihung (Graduierung) an Kinder und Erwachsene. Im Juni bei unserem letzten Festival habe ich von meinem Lehrer die weiß-grüne Corda bekommen.

Insgesamt habe ich dieses Jahr  ziemlich viel mit meiner Capoeira-Gruppe erlebt. Wir waren zum Beispiel im Radio, bei Mikado vom NDR bei einer Kindersendung über Capoeira und haben ein bisschen was über Capoeira erzählt. Den Stream dazu kann man jetzt noch in der NDR-Mediathek hören. Aber wir waren auch bei einem Musik- und Kultur-Festival namens A Summer‘s Tale. Dort haben wir eine etwas speziellere Performance aufgeführt, in der wir die Geschichte der Capoeira ein bisschen aufgearbeitet haben. Auch Workshops haben wir dort gegeben. Außerdem hat Sinan, unser Capoeira-Lehrer, für uns jetzt auch eine Air-Track-Matte gekauft, auf der man Saltos und andere akrobatische Bewegungen trainieren kann.

Im nächsten Jahr im Juli planen wir mit der Capoeiraschule Arte Jogando gemeinsam mit dem TuS unser internationales Sommerfestival in Finkenwerder. Das wird bestimmt ganz schön spannend! Das Besondere an unserer Gruppe hier in Finkenwerder ist, dass Erwachsene, Jugendliche und Kinder zusammen Capoeira lernen. Es ist also für alle was dabei.

Naima Riazi


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