Von Finkenwerder nach Costa-Rica

Von Finkenwerder nach Costa-Rica oder Capoeira - Connecting People
Ein Erfahrungsbericht aus Costa-Rica von Kejal R

Hallo, mein Name ist Pé de Vento, ich bin 15 Jahre alt und trainiere seit etwa 4 Jahren Capoeira bei meinem Contra-Mestre Cobra (Sinan Abushawashi) in Finkenwerder. Seit August diesen Jahres ist für mich ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen, und ich hatte das Glück für ein Schülerauslandsjahr nach Costa Rica zu gehen. Zu Anfang war ich schon etwas traurig, vielleicht über diese Zeit gar kein Capoeira machen zu können, und natürlich wollte ich sehr gerne weiter am Ball bleiben.
Doch Dank der Hilfe von meinem Contra-Mestre, hat sich ziemlich schnell eine Capoeiraschule in San José, der Hauptstadt von Costa Rica finden lassen. Häufig ist es so, dass über Kontakte der Capoeira-Lehrer untereinander ein richtiges Netzwerk besteht.

Als ich dann als Capoeirista von Capoeira Arte Jogando das erste Mal alleine die Capoeiraschule Capoeira Luanda unter der Leitung von Graduada Bombom und Instrutor Tatú besuchte, war ich ziemlich aufgeregt. Aber zum Glück wurde ich sehr herzlich - und wie das in Costa-Rica üblich zu sein scheint - mit Umarmungen und Küsschen empfangen.
Wie Capoeira in Costa-Rica ist? Auch, wenn der Capoeira-Stil von Capoeira Luanda und von Capoeira Arte Jogando sehr ähnlich sind, klar, so gibt es aber auch Unterschiede in der Art, wie wir in Costa Rica trainieren.
Beispielsweise sind die räumlichen Voraussetzungen ganz anders als hier bei uns in Finkenwerder oder auch unserer Academia CAJOEIRO auf St. Pauli: Wir trainieren in einem Raum mit Fliesenboden und ohne Matten. Da man Capoeira - wie im Judo, Karate oder Ju-Jutsu auch - barfuß trainiert, bekam ich zu Anfang auf diesem Boden ziemliche Blasen an den Füßen. Aber als Kampfsportlerin habe ich mich im Laufe der Zeit schon an sehr vieles gewöhnt und so auch daran ;-).
Es fiel mir erstaunlich leicht mich der Capoeira hier anzupassen. Capoeira ist und bleibt trotz der verschieden Gegebenheiten des Landes immer Capoeira. Ich fühlte mich auf Anhieb wohl, bin gleich integriert worden und konnte beim Capoeira Training technisch ohne weiteres mithalten.
Ich wurde sogar zu einem Capoeira Festival eingeladen, das nur zwei Wochen nach meinem ersten Trainingsbesuch stattfinden sollte. Das Festival war komplett verschieden zu dem, was ich von meiner Capoeiraschule „Capoeira Arte Jogando“ bisher kannte. Trotzdem habe ich es total genossen, und auch, wenn es ein ziemlich kleines Festival war, habe ich sehr viel gelernt, erlebt und neue Freundschaften aus vielen verschieden Ländern geknüpft: Brasilien, Italien, Nicaragua oder sogar den USA.
Ich bin meinem Contra-Mestre Cobra in Hamburg sehr dankbar, dass ich hier eine zweite Capoeira-Familie finden konnte, die mich genauso herzlich aufgenommen hat, wie es Capoeira Arte Jogando immer macht :)
Gespannt bin ich, welche Erfahrungen ich in der Capoeira in Costa Rica noch so machen werde. Capoeira, connecting people!
Axé, Pé de Vento
(Pé de Vento ist Kejal R., 15 Jahre alt und Trainiert seit 2013 Capoeira über den TuS Finkenwerder bei Contra-Mestre Cobra.)

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