Capoeira Rückblick

Das Dojo im Finksweg an einem Freitagnachmittag im Sommer. Wenn man sich diesem von außen nähert, ist es kaum zu überhören. Musik, Gesang, Trommelschläge. Das kann nur Capoeira sein. Und so ist es auch. Seit Mitte Mai nun gibt es Capoeira in Finkenwerder. Was zu Anfang keiner so recht zu glauben vermochte, ist mittlerweile fest im Nutzungsplan des Dojo verankert. In der Zeit von 16.30 bis 18.30 Uhr treffen sich freitags jede Woche Sportler in unterschiedlichsten Alterskategorien.

Die Jüngste ist acht Jahre alt, der Älteste knapp 55. Doch das will nichts heißen, denn wie in keinem anderen Capoeira-Unterricht ergänzen sich alle so sehr wie in an diesem Trainingsort. Die Kinder verlieren die Angst vor den Älteren, die Älteren lernen vorsichtig und respektvoll mit den Kleinen umzugehen. Schließlich ist Capoeira kein Tanz. Es ist ein Kampfsport, der die Elemente von Tanz, Spiel und Kampf geschickt miteinander verwebt. Geschult werden koordinative Fertigkeiten durch Akrobatik, rhythmisches Gespür durch die Musik und den Gesang. All das und seine Vielseitigkeit sorgen unter den Capoeiristas für Körpergefühl und schließlich die Geschmeidigkeit der Bewegungen.

Sinan Abushawashi, Leiter und Begründer der Capoeira-Gruppe Arte Jogando und in der Capoeira-Welt auch als „Professor Cobra“ bekannt, trat Ende des vergangenen Jahres mit dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Kielhorn in Kontakt, der zuvor schon sein Interesse an der Integration eines möglichen Capoeira-Angebots beim TuS Finkenwerder bekundet hatte. So kam es schließlich, dass am 29. Januar ein knapp dreistündiger Einsteiger-Workshop stattfand. Alle Teilnehmer gaben in dieser Zeit alles. Und das sollte es lange noch nicht gewesen sein. Die Freude war groß, als dann am 18. Mai das erste Training stattfinden sollte.

Mittlerweile spricht es sich herum, das Training wird immer besser besucht, und so zählt die noch frische Gruppe ab und an schon auch mal bis zu 20 TeilnehmerInnen, die mit viel Elan und Spaß bei der Sache sind. Im kommenden Jahr sollen die Teilnehmer schließlich fit sein, wenn Capoeira Arte Jogando dann vom 9. bis 12. Mai zum internationalen Capoeira-Festival mit vielen Gästen aus dem europäischen oder südamerikanischen Ausland einlädt. Der große Moment wird dann die Gürtelübergabe und die Capoeira-Taufe der neuen Capoeiristas sein. Bis dahin lohnt ein Blick hinter die Kulissen. Oder einfach mal die Trainingssachen einpacken und selbst ausprobieren.

Sinan Abushawashi
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