Ju-Jutsu – Geschichte

Text: Jürgen Heinemann (1993, Festschrift 100 Jahre TuS Finkenwerder)

Etwa Ende 1980 wurde dem verstorbenen Trainer der Judo-Abteilung, Arne Eisele, von der Hamburger Meisterschaft 1992: Klaus Bergmann Platz 1, 70 kg; Arndt Kielhorn Platz 1, 75 kg; Günther Seidel Platz 3, 65 kg; Sven Kielhorn, Junioren, keine Plazierung.Obfrau des Spielmannszuges, Helgo Heinemann, anlässlich einer Vorstandssitzung des TuS Finkenwerder der Vorschlag gemacht, im Rahmen der Judo-Abteilung eine Sektion Ju-Jutsu zu integrieren.
Arne Eisele nahm diesen Vorschlag auf und bat mich, ein Probetraining durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits langjähriger Trainer Ju- Jutsu im Polizeisportverein Hamburg und war auch beruflich mit der Ausbildung von Polizeibeamten in der Selbstverteidigung tätig.
So fiel es mir mit der Unterstützung eines Kollegen nicht schwer, einen interessanten Trainingsabend zu arrangieren und einen Teil der Anwesenden für die Selbstverteidigung Ju-Jutsu zu begeistern. So kam es, dass ab dem 1. Januar 1981 im Rahmen der Judo-Abteilung die Sektion Ju-Jutsu gegründet wurde.
Wir waren zunächst eine recht kleine Mannschaft und es kam damals auch schon manchmal vor, dass ich allein auf der Matte stand. Aber so langsam sprach es sich dann in Finkenwerder herum, dass dieser Kampfsport doch recht effektiv sei.
So vergrösserte sich unser Team und bereits Ende 1981 war es für mich als Trainer oft schwierig, den richtigen Durchblick zu bewahren. Es ließ sich damals auch manchmal nicht vermeiden, dass ich die Spreu vom Weizen trennen musste.
Damals bildete sich ein »harter Kern« von Ju-Jutsukas heraus, welche heute das Fundament dieser Sektion darstellen. Diese jungen Leute haben es sich redlich verdient, in dieser Chronik genannt zu werden. Es sind Claus-Dieter Bergmann, Arndt Kielhorn, Christian Fröhlich, Sven Wischmeier, Karl-Heinz Mühlnickel und dann etwas später Silke Reumann, Ines Behrens, Thomas Heinemann, Thomas Möller, Günther Seidel, die Brüder Manfred und Ralf Vonrath.
Der Leser möge mir verzeihen, wenn ich nicht alle Namen aufführen kann. Aber alle gemeinsam stellen heute eine Mannschaft dar, um welche uns andere Vereine, inklusive der SV-Polizei, beneiden.
Hervorragende Prüfungsergebnisse wurden bekannt und das Niveau steigerte sich in einem Maße, mit welchem ich auch nicht rechnen konnte. Besonders zu erwähnen sind Claus-Peter Bergmann und Arndt Kielhorn, welche durch Energie und Trainingsfleiß mit hervorragenden Leistungen glänzten. Claus-Dieter ist jetzt Dan-Träger (schwarzer Gurt). Er hat sein Können auf diversen Meisterschaften auch außerhalb Hamburgs unter Beweis gestellt. Ihm folgt Arndt, welcher sich 1992 zum Hamburger Meister in seiner Gewichtsklasse profiliert hat. Aber auch Günther Seidel und Sven Wischmeier boten hervorragende Leistungen.
Heute besteht die Sektion Ju-Jutsu aus knapp 30 Trainingsteilnehmern und ist somit der massivste Stamm innerhalb der Judo-Abteilung.
Mein Bestreben als Trainer dieser Sektion war es, eine Truppe von guter körperlicher und geistiger Qualität aufzustellen und es diesen jungen Menschen zu ermöglichen, sich auch in kritischen Situationen zu behaupten.
Dieses ist mir in hohem Maße auch mit Unterstützung des »harten Kernes« gelungen.

Jürgen Heinemann (1993, Festschrift 100 Jahre TuS Finkenwerder)

Siehe auch: 30 Jahre Ju-Jutsu auf Finkenwerder



 


Facebook

 
 
Aktuelle Seite: Home Ju-Jutsu Geschichte