Was ist eigentlich Schwimmen?

„Kacheln zählen“ hört man nicht selten als Antwort. Aber das klassische „Kachelnzählen“ ist nicht das, was in einer Breitensportgruppe mit leichten Wettkampfambitionen stattfindet. Besonders bei den Nichtschwimmern wird das Augenmerk auf die Grundfertigkeiten, also Atmen, Fortbewegen, Gleiten, Tauchen und Springen, gelegt. Was sich für viele Eltern so anhört, als würden die Kinder die ganze Zeit spielen und gar nicht „richtig“ schwimmen, ist in Wahrheit der Grundstein für Spaß im Wasser und eine gute Wasserlage – beides für einen guten Schwimmer sehr wichtige Voraussetzungen.

Wie können die Eltern ihre Kinder unterstützen? Die Eltern sollten, gerne auch schon vor dem Nichtschwimmerkurs, mit ihren Kindern ins Schwimmbad gehen. Und dort Spaß haben! Vielleicht selber mal tauchen – auch wenn die Haare dabei nass werden! Mal vor den Kindern vom Beckenrand oder Startblock springen. Und wenn in den Ferien montags Familienspielen angeboten wird, mit den Kindern in die Schwimmhalle kommen. Einfach nur Spaß haben, ohne Training, ohne irgendwelche Ziele! Und meistens sind genau diese „Spielnachmittage“ die Termine, in denen das Kind plötzlich vergisst, dass es gar nicht tauchen oder springen kann, und es einfach tut.

Genauso wichtig ist es, dass die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder regelmäßig beim Training erscheinen. Gerade zu Beginn der Nichtschwimmer bauen die Übungen aufeinander auf und verpassen die Kinder sehr viel, wenn sie nicht kommen. Aber auch in den späteren Gruppen ist regelmäßige Teilnahme – und das gilt für JEDES Training – eine grundlegende Voraussetzung, um Erfolge zu erzielen und sich zu verbessern!

 

Platzierungen bei Wettkämpfen
Häufig erzählen die Kinder nach den Wettkämpfen freudestrahlend, dass Sie Erster geworden sind! Doch wenn dann die Urkunde kommt, ist steht vielleicht doch nur ein 4. Platz darauf. Woran liegt das?
Die Einteilung der Läufe erfolgt nach der Zeit, mit der die Kinder von den Trainern gemeldet werden. Es kann also sein, dass die Kinder in einem Lauf in unterschiedlichen Jahren geboren sind, aber trotzdem gegeneinander schwimmen, weil sie ungefähr gleich schnell sind.
Die Platzierungen erfolgen aber nicht nach dem Anschlagen in den einzelnen Läufen. In den einzelnen Jahrgängen der Schwimmerinnen und Schwimmer wird nach der geschwommenen Zeit sortiert.
Wenn also zum Beispiel Sarah aus dem Jahrgang 2008 über 50 Meter Brust als Erste in ihrem Lauf angeschlagen hat, es aber in den anderen Läufen noch drei Kinder aus dem Jahrgang 2008 gab, die schneller als Sarah geschwommen sind, so bekommt Sarah eine Urkunde über den 4. Platz.
Auch wenn wir Trainerinnen dies regelmäßig vor und bei Wettkämpfen erklären, kann es häufig sein, dass zum Beispiel eine enttäuschte Sarah mit ihrer Urkunde nach Hause kommt. Hier ein Tipp an die Eltern: einfach mal die Urkunde von den letzten Wettkämpfen hervorholen und die Zeiten vergleichen. Fast immer erreichen die Kinder bei regelmäßiger Trainingsteilnahme neue Bestzeiten, auf die sie verdammt stolz sein können!

 


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