Der TuS Finkenwerder trauert um Edgar Ritter

Edgar Ritter

Unser langjähriges Mitglied und lange Zeit aktiver Sportsfreund Edgar Ritter, geboren am 08.07.1937, ist nach langer Krankheit am 27.04.2026 verstorben.

Unser Eddi, wie er von allen genannt wurde, wurde in Hamburg-Rothenburgsort geboren. Dieser Stadtteil ist aber im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten intensiv bebommt worden, sodass seine Familie nach Finkenwerder in die Nordmeerstraße zog, als Eddi gerade sechs Jahre alt war. So kam Eddi nach Finkenwerder und verbrachte seine Schuljahre in der Westerschule. Nach dem Schulabschluss begann Eddi 1953 eine Lehre als Mechaniker bei den Howaldtswerken-Deutsche Werft, wo er auch nach der Lehre noch einige Jahre arbeitete, bis er bereits im Jahre 1958 zum Airbuskonzern, damals noch Hamburger Flugzeugbau, wechselte.Dort war er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1994 beschäftigt. Eddi fing damals in der mechanischen Werkstatt an, stellte allerdings schon sehr bald fest, dass ihn diese Tätigkeit nicht ausfüllte und ließ sich dann zum REFA-Fachmann weiterbilden und wechselte danach in die Arbeitsvorbereitung, wo er bis zu seinem Ausscheiden tätig war. Eddi war bei seinen Kollegen und Mitarbeitern als kompetenter, zuverlässiger und stets hilfsbereiter Kollege geschätzt und anerkannt.

Eddi war ein begnadeter Tänzer, insbesondere konnte er sehr gut hotten. So lernte er 1961 im Gasthof Winter seine spätere Ehefrau Elke kennen, die er mit seinen Tanzkünsten begeisterte. Es war Liebe auf den ersten Blick und bereits 1962 hatte Eddi seine Elke geheiratet.

Elke und Eddi zogen in Elkes Elternhaus am Carsten-Fock-Weg ein und es dauerte nicht lange und schon wurde Sohn Edgar junior, ebenfalls genannt Eddi, geboren. Als perfekter Handwerker hat Eddi sein neues Zuhause nach seinen und Elkes Vorstellungen auf Vordermann gebracht. Schmuckstück dabei war der später neu errichtete Swimmingpool. Dieser wurde nicht nur von Elke und Eddi für das tägliche Gesundheitstraining benutzt, sondern war auch sehr häufig Mittelpunkt der von Eddi und Elke veranstalteten jährlichen und legendären Gartenpartie. Ob das Motto “ Brautkleid-Partie“ oder “ Punker-Feier“ hieß, war egal. Die Party endete immer im Pool.

Im Jahre 1993 bezogen Elke und Eddi dann ihr Traumhaus am Dwarspriel. Auf dem riesigen Grundstück konnte Eddi seine Vorstellungen von einem Garten verwirklichen und natürlich musste auch hier wieder ein Pool her. Die Partys wurden allerdings (auch aufgrund des Alters) etwas ruhiger. Im Keller seines Hauses hat Eddi sich dann auch sein eigenes Fitnessstudio eingerichtet. Als begeisterter Sportler konnte Eddi ohne Bewegung nicht leben.

In jungen Jahren hat Eddi mit Inbrunst zusammen mit seinem Schwager Mandus geboxt. Den Boxsport musste er allerdings an den Nagel hängen, sonst wäre es mit der Hochzeit möglicherweise etwas schwerer geworden. So widmete sich Eddi dann dem Handball. Dies war seine Leidenschaft. Zusammen mit seinen Handballfreunden Horst, Hans-Jürgen, Rolf, Jürgen, Klaus, Hans und Kuddl feierte Eddi dann diverse Hamburger Meisterschaften im Kleinfeld Handball. Das alles genügte Eddi aber nicht. Eddi nahm an Volksläufen teil, machte jährlich sein Sportabzeichen und tobte sich zu Hause in seinem Fitnessstudio aus. Als dann 1974 die Tennisabteilung gegründet wurde, war klar, Eddi ist dabei. Auch hier spielte Eddi jahrelang nicht nur aus Spaß mit seinem Tennisfreunden, sondern war auch bei Wettspielen wie Meisterschaften, Ranglisten-und Meden-Spiele dabei. Besonders gefreut hat Eddi sich immer, wenn das jährliche Trainingslager mit seinen Tennisfreunden nach Paguera anstand.

Dies alles zeigt: Neben Familie und Beruf war Sport sein Leben.

Wir alle, die wir Eddi als Kollegen, Freund, Sportkamerad und als Mensch kennengelernt haben, trauern um einen einzigartigen Menschen, der immer freundlich, gut gelaunt, aufrichtig, zuverlässig und hilfsbereit war.

Eddi, du wirst immer in unseren Herzen und in unseren Gedanken bleiben.

Deine Sportfreunde vom TuS.



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