Was für ein Erfolg für die Ju-Jutsu Abteilung des TuS Finkenwerder! Bei den diesjährigen Europameisterschaften auf Kreta hat unsere Kämpferin Jette Kuhn am 13. März 2026 eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zur absoluten Spitze Europas gehört.
Auch Sophie Janson und Paul Wilken kämpften bei der WM – mit ebenfalls starken Leistungen.
Der Weg ins Finale
Jette startete hochkonzentriert in das Turnier. Bereits in ihrem ersten Kampf ließ sie ihrer griechischen Kontrahentin keine Chance. Vor heimischem Publikum der Gegnerin bewahrte Jette die Ruhe und dominierte das Geschehen in allen drei Parts. Das Ergebnis: Ein vorzeitiger Sieg durch Full Ippon – ein perfekter Auftakt!
Im zweiten Kampf wartete eine physische Herausforderung auf Jette. Die Gegnerin aus Österreich war deutlich schwerer und versuchte, diesen Gewichtsvorteil auszuspielen. Doch Jette überzeugte durch technische Präzision und taktische Klugheit. Sie setzte die entscheidenden Treffer und fuhr den Sieg sicher nach Punkten nach Hause.
Ein Finale auf Augenhöhe
Im großen Finale traf Jette auf eine starke Kämpferin aus der Slowakei. Es entwickelte sich ein hochspannender Kampf, bei dem beide Athletinnen bis zur letzten Sekunde alles gaben. Am Ende fehlte Jette nur ein winziges Quäntchen Glück – sie musste sich der Slowakin denkbar knapp geschlagen geben.
Ein solcher Erfolg ist niemals eine Einzelleistung. Ein besonderer Dank gilt dem Trainerteam des TuS Finkenwerder, das Jette über Monate hinweg intensiv vorbereitet und am Mattenrand taktisch hervorragend eingestellt hat. Ohne das ehrenamtliche Engagement und die erstklassige Ausbildung in unserer Abteilung wäre ein solcher Weg auf die europäische Bühne nicht möglich.
Fotos: Christian Zink (www.lichtfang-foto.de) und privat (Britta Behm)
Tag 4: Sophie geht an den Start
Am vierten Wettkampftag der Europameisterschaft auf Kreta ging Sophie
in der Gewichtsklasse Adults Female -48 kg an den Start. In der Gewichtsklasse waren 10 Teilnehmerinnen gemeldet.
Im ersten Kampf traf sie im Viertelfinale auf die unter neutraler Flagge startende Evgenia Nikiforova. Sophie konnte zu Beginn durch Überlegenheit in Part 1 in Führung gehen, hatte in Part 2 und 3 jedoch leider das Nachsehen und verlor somit den Kampf.
In der Trostrunde ging es gegen die ehemalige Europameisterin aus Rumänien Andreea Ciornei. Zunächst konnte Sophie wieder in Führung gehen, lag dann im Verlauf des Kampfes jedoch mit 5 Punkten hinten. Punkt für Punkt konnte Sophie sich diszipliniert immer weiter heranarbeiten und den Kampf knapp, aber absolut verdient mit 23:22 für sich entscheiden.
Nach diesem sehr kräftezehrenden Kampf ging es nach nur 10 Minuten Pause direkt weiter mit dem Kampf um Platz 3 gegen die Spanierin Abad Beatriz. Sophie setzte die Spanierin direkt von Anfang an in Part 1 unter Druck und lag 30 Sekunden vor Schluss knapp vorne. Dann drehte sich leider der Kampf durch 2 entscheidende Wertungen für die Spanierin, welche damit in Führung ging und diese über die Zeit bringen konnte.
Damit erreichte Sophie am Ende den fünften Platz bei ihrer zweiten Europameisterschaft.
“Sophie, obwohl heute nicht dein Tag war, hast du alles, was heute möglich war, gegeben, dein Herz auf der Matte gelassen und kannst sehr stolz auf deine Leistung sein! Das Trainerteam ist fest davon überzeugt, dass wir dich das nächste Mal wieder auf dem Treppchen sehen”, so ihr Trainer.
Europas beste Schwergewichtskämpfer
Paul ging als letzter TuS-Kämpfer am siebten Tag (20.03.2026) der Europameisterschaften auf Kreta an den Start.
Im Achtelfinal startete er seinen ersten Kampf mit klarer Dominanz in Part 1 und im Griffkampf gegen Slaven Luzajic aus Bosnien und Herzegowina. 4 Sekunden vor Schluss war Paul mit 18:5 in Führung. Wegen Passivität bekam sein Gegner dann seinen sechsten Strafpunkt (Hansoku Make), sodass Paul unangefochten ins Viertelfinale einzog.
Im Viertelfinale stand Paul dem Ukrainer Artem Bubernak gegenüber. Paul ging zunächst in Führung und holte nach 1 ½ Minuten auch den Ippon in Part 3. 40 Sekunden vor Schluss ging dann der Ukrainer mit einem Punkt in Führung und konnte diese taktisch in Part 2 über die Zeit bringen. Somit ging es für Paul in der Trostrunde gegen Salvatore Baiamonte aus Italien weiter. In dem Kampf ließ Paul nichts anbrennen. Mit einem Ippon in Part 1 und einer Wurftechnik mit anschließender Haltetechnik konnte Paul nach nur 38 Sekunden den Kampf mit Full Ippon für sich entscheiden.
Im Kampf um den Einzug in das kleine Finale gegen Alexandru Dragalina (ROU) geriet Paul in Part 1 in Rückstand. In Part 2 wurde Paul dann nach einer kurzen Kampf-Unterbrechung leider direkt geworfen. Die anschließende Haltetechnik beendete den Kampf vorzeitig. Damit erreichte Paul den 7. Platz bei der Europameisterschaft.
Besonders der knappe Kampf gegen den späteren Europameister aus der Ukraine hat gezeigt, dass Paul mit Europas besten Schwergewichtskämpfern auf Augenhöhe mitkämpfen kann. Mach diszipliniert weiter so Paul, du bist auf einem guten Weg und hast dich im Vergleich zur letzten EM enorm weiterentwickelt. Das nächste Mal holst du dir die verdiente Medaille.
Text: und einzelne Fotos: Britta Behm







