Turnier in Bernau

Turnier in Bernau (bei Berlin)
220 Kämpfer, 19 Vereine aus 5 Bundesländern
Am 19.04.2009 sind wir früh am Morgen, um nicht zu sagen, mitten in der Nacht mit 35 Kämpfern aus Hamburg nach Bernau gefahren. Dabei waren auch sieben Kämpfer vom TuS-Finkenwerder, die auch alle im Landeskader sind. Dabei waren: Svenja Kasischke, Devon Oehms, Timo Barth, Joss Feindt, Timo Steinbock, Henrik Schwarzkopf und Marc Behm.

Für mich als Trainer war das ein Vergleich zwischen den verschiedenen Bundesländern, um zu sehen, wie weit unsere Kämpfer – gerade im Jugendbereich – schon sind. Unsere Kämpfer sind technisch sehr weit, was man auch in den Kämpfen deutlich sehen konnte. Man hat ja schon viele Turniere miterlebt und meckert auch oftmals über Kampfrichter, aber diesmal war es die schlechteste Kampfrichterleistung, die ich jemals erlebt habe, bis auf vielleicht zwei Ausnahmen. Uns Landestrainern (Stefan und ich) kam es so vor, als wenn einige von den  Wettkampfregeln überhaupt keine Ahnung hatten. Man musste sehr deutlich besser kämpfen, so dass selbst ein Blinder erkennen konnte, wer Sieger auf der Matte ist.


Nun zu den TuS Wettkämpfern:
Svenja Kasischke startete statt in der U 21 bei den Senioren – 62 kg. Sie verlor ihren ersten Kampf knapp gegen Ihre Nationalkader-Mitkämpferin Trixi. Nach dem zweiten Kampf kam sie dann in Schwung und stand im Finalkampf noch einmal Trixi gegenüber. Diesen Kampf gewann sie dann souverän und erreichte somit Platz 1.
Timo Steinbock (U 12 – 43 kg) und Henrik Schwarzkopf (U 12 – 31 kg) deklassierten beide in Ihren Gewichtsklassen ihre Gegner. Beide haben fast immer mit „Full House“ gewonnen. Technisch waren beide sehr super. Macht weiter so. Beide belegten Platz 1.
Marc Behm (U 12 – 38 kg) fing technisch im Part 1 sehr gut an. Durch eine verbotene Handlung vom Gegner, die leider nicht vom Kampfrichter geahndet wurde, verletzte Marc sich am Hals. Er kämpfte dann voller Wut weiter. Wie soll man als Trainer erklären, wenn die Kampfrichter falsch werten? Beim zweiten Kampf nahm ich ihn aus dem Turnier heraus, weil die Kampfrichter auch hier wieder nicht frühzeitig unterbrochen haben und man muss ja eine Verletzung nicht provozieren. Dadurch konnte er natürlich keinen Platz belegen. Dann war er natürlich stinkig auf mich, aber dafür stehe ich als Trainer in der Pflicht in so einer Situation abzubrechen. Du wirst schon noch Deine Erfolge holen, Marc, davon bin ich überzeugt!
 
Devon Oehms (U 21 – 69 kg) musste leider gleich den Europameister antreten und eigentlich sah das gar nicht schlecht aus. Er hat schon gemerkt, dass Du schwierig zu kämpfen bist. Konditionell solltest Du ein bisschen nach Trainingsplan arbeiten… Glückwunsch zum 3. Platz.
 
Joss Feindt startete eine Gewichtklasse höher (U 15 + 66 kg). Ich wollte als Trainer sehen, wie er sich in Part 1 gemacht hat. Es ging gut los. Der Gegner war ein bisschen unbeweglicher und Joss konnte schon in Part 1 einige Techniken einbauen. Der Gegner stolperte über Joss und bekam dafür einen Ippon. Das konnte Joss nicht mehr aufholen und verlor den ersten Kampf. Auch hier noch mal zu den Kampfrichtern. Es gibt bei der U 15 keinen Kontakt zum Kopf. Dieses wurde oft nicht geahndet, so dass Joss einen Fußstoß seitwärts zum Kopf einstecken musste. Hätte man das früher als Kampfrichter geahndet, wäre so etwas gar nicht passiert. Aufbrausend legte ich mich mit den Kampfrichtern an und erklärte ihnen erst mal, dass sie eigentlich einen Kampf leiten sollten und die Regeln auch kennen sollten. Ich war selber Bundeskampfrichter (höchste Lizenz, die man in Deutschland erreichen kann) und Wettkämpfer und ich weiß wovon ich spreche. Im Mittelpunkt sollen die Wettkämpfer stehen und nicht solche Kampfrichter, die meinen, dass sie die wichtigsten Personen auf der Matte sind und wie toll sie schiedsen können, nur weil sie jetzt Hemd und Schlips tragen. So wird den Wettkämpfern leider die Freude am Kämpfen genommen. Joss gewann einen Kampf und belegte den 4. Platz. Glückwunsch.
Timo Barth (U 18 – 66 kg). Technisch sehr gut in Part 1. Timo wartet aber viel zu lange und verschenkt dadurch viele Punkte. Du solltest im Part 2 ruhig mehr ausprobieren. Nur so kann man lernen und wissen, ob die Technik auch klappt. Auch Du solltest mehr nach Trainingsplan arbeiten und um Dir die Angst vorm Part 2 zu nehmen, solltest Du irgendwo noch zum Judo gehen. Vorschlag: Wir haben ja jetzt freitags einen sehr guten Trainer!
 
Ihr „4“ (Svenja, Devon, Pascal, Timo) könntet Euch ja in der Woche auch noch zum Judo-Randori treffen. Timo: Glückwunsch zum 3. Platz!

Claus-D. Bergmann-Behm

 
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